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zonebattler's homezone 2.1 - Merkwürdiges aus Fürth und der Welt


Sonntag, 1. Juni 2008

Sprung in der Schüs­sel

Als ak­ti­ver Viel-Gucker und nur ge­le­gent­li­cher Pas­siv-Glot­zer ha­be ich tat­säch­lich erst ge­stern be­mor­ken, daß die Sen­der­grup­pe

  • ar­te

  • Phoe­nix

  • EinsExtra

  • EinsFe­sti­val

  • EinsPlus

ab dem mor­gi­gen Mon­tag dau­er­haft auf neu­en Sa­tel­li­ten­ka­nä­len re­si­diert und die (wohl wo­chen­lan­ge) Par­al­lel-Aus­stahlung auf den al­ten Astra-Fre­quen­zen en­det. So ein Trans­pon­der­wech­sel ist ge­mein­hin nur ei­ne lä­sti­ge, aber kei­ne gro­ße Sa­che, doch spül­te mir ein frisch ge­star­te­ter Sen­der­such­lauf wie er­war­tet zwar 350 me­dia­le Müll­schleu­dern in den di­gi­ta­len Sat-Re­cei­ver, nicht je­doch die ge­nann­ten ‑letzt­lich doch un­ver­zicht­ba­ren- Sta­tio­nen. Was ich na­tür­lich erst nach dem auf­wen­di­gen hän­di­schen Ent­sor­gen der Schrotts­en­der ge­merkt ha­be. Im­mer­hin be­kam ich so die gleich­falls neu­en Sen­de­ka­nä­le für BR-al­pha und BR Nord [1] zu fas­sen.

Al­ler Er­fah­rung und de­ter­mi­ni­stisch-na­tur­wis­sen­schaft­li­cher Sach­kun­de zum Trot­ze ha­be ich Sen­der­such­lauf (und an­schlie­ßen­de Ein­zel-Lö­schung der Kacke-Ka­nä­le) ein zwei­tes Mal ab­sol­viert, selbst­re­dend mit dem glei­chen Er­geb­nis. Da­nach ging ich dann die Sa­che end­lich et­was sy­ste­ma­ti­scher an und er­goo­gel­te letzt­lich die Lö­sung: Of­fen­bar fin­den nicht al­le Di­gi­tal-Re­cei­ver au­to­ma­tisch die neu­en Pro­gramm­plät­ze, man­chen (so auch mei­nem) muß per ma­nu­el­lem Such­lauf mit de­fi­nier­ten Pa­ra­me­tern auf die Sprün­ge ge­hol­fen wer­den. Und das gilt es ein­zu­stel­len:

  • Trans­pon­der: 51

  • Fre­quenz: 10744

  • Sym­bol­ra­te: 22000

  • Po­la­ri­sa­ti­on: ho­ri­zon­tal

Nach ei­nem der­art spe­zi­fi­zier­ten Such­lauf wa­ren die fünf Sen­der tat­säch­lich hin­ten an der Ka­nal­li­ste neu hin­zu­ge­fügt und konn­ten auf die ge­wohn­ten Pro­gramm­plät­ze nach vorn ver­scho­ben wer­den. Jetzt herrscht end­lich wie­der der sta­tus quo an­te. Öf­ter und län­ger fern­se­hen wer­de ich frei­lich des­we­gen trotz­dem nicht...

 
[1] Der Baye­ri­sche Rund­funk split­tet sein Pro­gramm (das »Drit­te«) jetzt auf in die Ge­schmacks­rich­tun­gen Nord(bayern) und Süd(bayern), was sich bei re­gio­nal aus­ge­rich­te­ten Pro­gram­men wie der hier­orts gern ge­se­hen Fran­ken­schau am Sonn­tag Abend po­si­tiv ber­merk­bar macht: Es ent­fällt nun­mehr das Um­schal­ten im wö­chent­li­chen Wech­sel zwi­schen BR und BR-al­pha.

Freitag, 30. Mai 2008

Flüs­si­ges Früh­stück

Kaffee, Milch und Orangensaft
Sonntag, 18. Mai 2008

Sub­trak­ti­ve Farb­mi­schung

In ei­nem der Blu­men­kä­sten un­se­res hin­te­ren Bal­ko­nes blü­hen der­zeit Un­men­gen blau-vio­let­ter Blu­men, die sich aus Vor­mie­ter­zei­ten her­über­ge­ret­tet ha­ben und von des zone­batt­lers bes­se­rer Hälf­te hoch­ge­päp­pelt wur­den. Hier ha­be ich die Ka­me­ra hoch über die Brü­stung ge­hal­ten, um die üp­pi­ge Pracht im Bil­de fest­zu­hal­ten:

Blütenpracht auf dem Balkon

Der­wei­len blüht mun­ter im Ka­sten ne­ben­an der Schnitt­lauch in ge­wohn­tem Li­la:

blühender Schnittlauch

Die drei art­frem­den, schein­bar gelb blü­hen­den Pflan­zen frei­lich sind es, auf die ich die Auf­merk­sam­keit mei­ner ge­schätz­ten Le­se­rIn­nen hier len­ken möch­te:

Blüte ohne Blütenblätter

In der Tat, es han­delt sich tat­säch­lich und ei­gent­lich auch um die blau-vio­let­ten Blüm­chen von ne­ben­an, de­nen hier aber die en­ge Nach­bar­schaft zum Schnitt­lauch ab­so­lut nicht be­kommt: Rund um das leuch­tend gel­be »Ei­dot­ter« mit den Staub­ge­fä­ßen ha­ben sich die blau­en Blü­ten­blät­ter gar nicht erst ent­wickeln kön­nen! Ein Kranz aus ab­ge­sengt wir­ken­den Stum­meln ist al­les, was den trau­ri­gen Blü­ten ge­blie­ben ist:

Blüte ohne Blütenblätter

Kann ein(e) bo­ta­nisch beschlagene(r) Leser(in) mit ei­ner plau­si­blen Er­klä­rung für die­ses ei­gen­ar­ti­ge Phä­no­men die­nen? Wel­che Sub­stanz des Lau­ches läßt den un­ge­lieb­ten Beet­nach­barn teil­ver­küm­mern, oh­ne ihm so­zu­sa­gen gänz­lich das Was­ser ab­zu­gra­ben?

Sonntag, 9. März 2008

Dach­bo­den-Be­strei­fung

Dachboden-Aufteilung mit Schattenwurf
Dienstag, 26. Februar 2008

Hap­py Bir­th­day!

Fast hät­te ich es ver­ges­sen: Heu­te vor ex­akt 10 Jah­ren ist mei­ne Renn­gur­ke ge­tauft als Neu­wa­gen zu­ge­las­sen wor­den. Mö­ge das ve­ri­ta­ble Ve­hi­kel mir noch lan­ge er­hal­ten blei­ben und ihr ver­dien­tes Gna­denbrotben­zin ge­nüß­lich ver­zeh­ren...

Montag, 4. Februar 2008

Es­sen­ti­el­les

Des zonebattler’s Hirn und sei­ne was­ser­füh­ren­den Ge­fä­ße [1] sind hin und wie­der der Ent­kal­kung be­dürf­tig, zu wel­chem Be­hu­fe ver­dünn­te Es­sig-Es­senz preis­wer­te und gründ­li­che Dien­ste lei­stet. Da die kon­zen­trier­te Säu­re spar­sam do­siert wer­den kann, braucht in der Re­gel selbst ein alt­ge­dien­ter Be­am­ter nur al­le Ju­bel­jah­re zu ei­ner neu­en Pul­le zu grei­fen. Die­ser Ta­ge war es wie­der so­weit, der Au­tor er­warb im Su­per­markt ei­ne neue Fla­sche und war da­heim baß er­staunt über die ir­gend­wann klamm­heim­lich durch­ge­führ­te Mo­der­ni­sie­rung der Eti­ket­ten:

Surig Essig Essenz alt (links) und neu (rechts)
 
Groß­fas­sung 1024 x 768 Pi­xel

Be­mer­kens­wert er­scheint nicht nur die Um­stel­lung auf zeit­ge­mäß-dy­na­mi­sche­re Schrift­ar­ten [2], son­dern vor al­lem die de­tail­ge­treue Nach­stel­lung des fo­to­gra­fier­ten Still­le­bens: Die vit­amin­rei­che Sze­ne­rie ist im neu­en Eti­ket­ten­bild ex­akt ge­nau­so ar­ran­giert wie im al­ten! Woll­te der Se­ni­or­chef der Fir­ma Su­rig das ge­nau­so ha­ben und wä­re er an­dern­falls sau­er ge­wor­den? [3] War der/die zu­stän­di­ge Grafiker(in) /Layouter (in) / Fotograf(in) nur zu faul zur kom­plet­ten Rund­erneue­rung oder kann man das nach al­len Re­geln der Kunst aus­ge­klü­gel­te Sze­na­rio schlech­ter­dings nicht mehr ver­bes­sern? Liegt ihm gar ein alt­mei­ster­li­ches Vor­bild zu­grun­de? Wir wis­sen es lei­der nicht und wer­den es wohl auch nie er­fah­ren... Ei­nem Äs­the­ten wie dem zone­batt­ler stößt der­art un­ge­still­te Neu­gier na­tür­lich ziem­lich sau­er auf!

 
[1] die im Haus­halt, nicht die im Lei­be.

[2] wo­zu sich die Fach­leu­te Burg­blick­fräu­lein und Le­xi­ka­li­ker hier ger­ne nä­her äu­ßern und er­schöp­fend aus­las­sen mö­gen...

[3] wo­mög­lich noch sau­rer als sein 25%iges Er­folgs­pro­dukt!

Donnerstag, 31. Januar 2008

Brut­er­folg

Des zonebattler’s bes­se­re Hälf­te ist die­ser Ta­ge hoch­er­freut über ihr blü­hen­des Brut­blatt (wha­te­ver that is). In zwei Eta­gen über­ein­an­der (was lei­der nicht gut in den Bild­aus­schnitt zu zwän­gen war) zeigt sich das an­son­sten eher mür­ri­sche Ge­wächs erst­mals von sei­ner freund­lich far­bi­gen Sei­te:

blühendes Brutblatt

Zwi­schen Fen­ster und Gar­di­ne ist das spek­ta­ku­lä­re Er­eig­nis zu­nächst gar nicht groß auf­ge­fal­len, so daß die er­sten Blü­ten­blät­ter schon wie­der am Ver­wel­ken wa­ren, be­vor ich den fra­gi­len Strunk un­ter die Ka­me­ra bug­sie­ren konn­te. Im­mer­hin, man sieht noch et­was von der un­ver­hoff­ten Pracht...

Schlaf­zim­mer­blick

Hin- und her­ge­zerrt im Span­nungs­feld zwi­schen Rein­lich­keits­be­dürf­nis und Faul­heit fragt sich der zone­batt­ler, wie es sei­ne ge­schätz­ten Le­se­rIn­nen mit der Pfle­ge Ih­rer Schlaf­statt hal­ten, in welch­sel­bi­ger der Mensch ja un­ge­fähr ein Drit­tel sei­nes Le­bens zu­bringt:

Wie oft al­so wech­selt Ihr Eu­re Bett­wä­sche (La­ken, Decken- und Kis­sen­be­zü­ge)?

[ ] mehr als ein­mal pro Wo­che
[ ] wö­chent­lich
[ ]et­wa al­le zwei Wo­chen
[ ] mo­nat­lich
[ ] sel­te­ner als ein­mal im Mo­nat

[Ab­stim­men] [Re­sul­ta­te]

 

Hin­weis: Seit dem 1. Jan. 2009 läuft die­ses Blog auf ei­ner ei­ge­nen, un­ab­hän­gi­gen Word­Press-In­stal­la­ti­on. Der obi­ge, im Ori­gi­nal-Wort­laut über­nom­me­ne Bei­trag ist zu­min­dest in Tei­len ver­al­tet, da er ur­sprüng­lich auf ei­ner an­de­ren Platt­form er­stellt wur­de und auf die­se in­halt­li­chen Be­zug nimmt.

Sonntag, 27. Januar 2008

Sprung in der Schüs­sel

Am gest­ri­gen Sams­ta­ge fei­er­ten der zone­batt­ler und sei­ne bes­se­re Hälf­te mit gro­ßem Pomp und Ge­fol­ge den (zu­sam­men­ge­nom­men) 90. Ge­burts­tag [1]. Zwecks Scho­nung der ei­ge­nen ho­me­zo­ne stieg die Fe­te nur ei­nen Häu­ser­block wei­ter in der werk­statt ed­da schnei­der na­tur­stücke, die sich ja nach­ge­wie­se­ner­ma­ßen für fröh­li­che Run­den im grö­ße­ren Krei­se her­vor­ra­gend eig­net. Fa­mi­lie, Freun­de, Nach­barn, Be­kann­te, das hal­be Hun­dert ward nur knapp ver­fehlt. Für un­ser­ei­nen war es be­son­ders auf­re­gend, auf ei­ner Rie­sen-Fei­er schon von Hau­se aus mit sämt­li­chen Gä­sten be­kannt zu sein: Ei­ne tol­le Er­fah­rung! Sehr er­freu­lich war auch die Mög­lich­keit, in ei­nem groß­zü­gig di­men­sio­nier­ten Raum im­mer wie­der mal zwang­los zu an­de­ren Ge­sprächs­part­nern wech­seln zu kön­nen: An hei­mi­schen Aus­zieh­tisch geht da nor­ma­ler­wei­se nix mehr, wenn erst­mal al­le Gä­ste an ih­ren Platz ma­nö­vriert wor­den sind [2]...

Am heu­ti­gen Sonn­tag ge­gen 2:30 Uhr schließ­lich sank der zone­batt­ler in sei­ne Fe­dern, glück­lich über die ge­lun­ge­ne Fei­er und auch über die un­ver­heer­te ei­ge­ne Woh­nung. Da hat­te er frei­lich die Rech­nung oh­ne sei­nen von aus­wärts an­ge­rei­sten Über­nach­tungs­gast ge­macht [3]: Der krieg­te näm­lich im Mor­gen­grau­en das knir­schend-kra­chen­de Kunst­stück fer­tig, des zonebattler’s ir­de­nen Thron durch asym­me­tri­sches Be-Sit­zen nach­hal­tig zu de­mo­lie­ren. Ein gut zwan­zig Zen­ti­me­ter lan­ges Stück des Fu­ßes hat er da­mit aus dem ge­lieb­ten Stück Sa­ni­tär­ke­ra­mik her­aus­ge­bro­chen, wel­ches in sei­ner zar­ten 1960er-Tür­kis­tö­nung heut­zu­ta­ge we­der für Geld noch für gu­te Wor­te wie­der­zu­be­schaf­fen wä­re!

Wo­bei, letz­te­res will ich hier in mei­ner Ver­zweif­lung denn hier und jetzt doch ver­su­chen: Hat ir­gend je­mand da drau­ßen zu­fäl­lig ein ent­behr­li­ches Klo in hellblau/hellgrün/türkis zur Hand bzw. noch in Kel­ler oder Scheu­ne ste­hen? [4] Größ­te Ei­le ist nicht un­be­dingt ge­bo­ten, dicht und halb­wegs stand­fest ist das an­ge­knack­ste Ge­rät ja der­zeit noch...

Von die­sem klei­nen Kol­la­te­ral­scha­den ab­ge­se­hen, war das Fest für uns das High­light des noch jun­gen Jah­res, und ob es zwi­schen Fe­bru­ar und De­zem­ber noch ge­toppt wer­den kann, er­scheint aus heu­ti­ger Per­spek­ti­ve zu­min­dest frag­lich. Wow! So kann das Jahr ger­ne wei­ter­ge­hen!

P.S.: Der Le­xi­ka­li­ker hat schon ei­ne tol­le Fo­to­strecke für In­si­der on­line ge­stellt.

 
[1] Nein, Stol­per­fal­len in Form ol­ler Ti­ger­fel­le wur­den nicht aus­ge­legt.

[2] Ich emp­feh­le das Prin­zip wärm­stens zur Nach­ah­mung: Bei Fei­ern in qua­si-öf­fent­li­chen Räum­lich­kei­ten fühlt man sich als Gast­ge­ber auch we­ni­ger un­be­dingt ver­ant­wort­lich für das Wohl­erge­hen und die Be­spaßung der Gä­ste und kann die Cho­se mit­hin selbst mehr ge­nie­ßen!

[3] des­sen Iden­ti­tät hier nicht ans Licht der Öf­fent­lich­keit ge­zerrt wer­den soll, zu­mal der an­son­sten küh­ne Hü­ne vor Scham über die von ihm an­ge­rich­te­te Schmach und Schan­de schon um min­de­stens 10 cm ein­ge­schrumpft war.

[4] Bit­te kei­ne ba­ha­ma-bei­gen Zu­mu­tun­gen an­bie­ten zu wol­len, das Al­ter al­lein ist hier nicht das Kri­te­ri­um und zur Not krie­ge ich ei­ne ba­nal-wei­ße Schüs­sel in je­dem Bau­markt in­ner­halb von 10 Mi­nu­ten or­ga­ni­siert...

Donnerstag, 24. Januar 2008

Wirt­schafts­wun­der­li­ches

Vom Herrn Gra­ben­ken­ner stammt der Hin­weis auf die Sei­te www.epoche‑3.de , die sich mit der All­tags­hi­sto­rie zwi­schen ca. 1950 und 1970 be­faßt. Ich ge­be sei­ne Emp­feh­lung hier ger­ne wei­ter! Doch Vor­sicht: Wer sich erst­mal auf die um­fang­rei­che Link-Li­ste ge­klickt hat, fin­det da so schnell nicht mehr her­aus... ;-)

Sonntag, 9. Dezember 2007

En­er­gie­bol­zen

Mit­un­ter be­kommt selbst der durch­aus tech­nik­af­fi­ne zone­batt­ler bahn­bre­chen­de tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lun­gen nicht so­fort mit, vor al­lem wenn die­se eher klein und un­schein­bar da­her­kom­men: Über ein Jahr nach der Markt­ein­füh­rung (!) bin ich tat­säch­lich erst die­ser Ta­ge auf die neu­ar­ti­gen »ene­loop«-Ak­kus auf­merk­sam ge­wor­den, die der Her­stel­ler San­yo in den Bau­grö­ßen Mi­gnon (AA) und Mi­cro (AAA) fer­tigt und über den ein­schlä­gi­gen Fach­han­del ver­treibt.

Bei bei­den Ty­pen han­delt es sich zu­nächst ein­mal um wie­der­auf­lad­ba­re Zel­len in Nickel­me­tall­hy­drid-Tech­nik (NiMH). Äu­ßer­lich sind die klei­nen Strom­spei­cher eher de­zent ge­wan­det und ein­ger­ma­ßen un­auf­fäl­lig:

eneloop-Akkus in Mignon-Größe (AA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AA) in mei­ner Ka­me­ra

Auch ih­re in­ne­ren Wer­te las­sen zu­nächst kei­ne Wun­der er­hof­fen: Mit 2000 mAh (Mi­gnon) bzw. 800 mAh (Mi­cro) lie­gen die zy­lin­dri­schen Zel­len so­gar si­gni­fi­kant un­ter­halb der heut­zu­ta­ge üb­li­chen Ka­pa­zi­tä­ten (ca. 2700 mAH bei Mi­gnon-Ak­kus und bis 1100 mAh bei Mi­cros).

Der Clou liegt in der bei die­sen Ak­kus phä­no­me­nal ge­rin­gen Selbst­ent­la­dung, die nun­mehr auch den sinn­vol­len Ein­satz in Ge­ring­ver­brau­chern wie Fern­be­die­nun­gen und Uh­ren oder nur recht spo­ra­disch be­nutz­ten »Bat­te­rie-Auf­be­wah­rungs­be­häl­tern« (vul­go »Ta­schen­lam­pen«) er­mög­licht: Wäh­rend sich rand­voll ge­la­de­ne NiMH-Zy­lin­der her­kömm­li­cher Mach­art bei Nicht­be­nut­zung re­la­tiv zü­gig ent­la­den (und da­mit als län­ger mit­ge­führ­te Not­fall­re­ser­ve we­nig tau­gen), sol­len die ene­loops selbst nach ei­nem Jahr La­ger­zeit im­mer noch 85% der ehe­dem zu­ge­führ­ten La­dung in­tus ha­ben!

eneloop-Akkus in Micro-Größe (AAA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AAA) in mei­nem Or­ga­ni­zer

Ins­be­son­de­re für Di­gi­tal­knip­ser wie mich kommt das ei­ner Of­fen­ba­rung gleich: End­lich muß man vor ei­ner Fo­to-Tour oder Ur­laubs­rei­se nicht mehr sämt­li­che Ak­ku-Sät­ze neu la­den, end­lich muß man nicht mehr mit an sich un­nö­ti­gen La­de­zy­klen die Le­bens­dau­er sei­ner kost­ba­ren Zel­len stra­pa­zie­ren. Da er­scheint die no­mi­nell ge­rin­ge­re Ka­pa­zi­tät der ene­loops nicht wirk­lich mehr als gro­ßer Nach­teil: Was nüt­zen ei­nem schon 2700 mAh, wenn mehr als 10% da­von schon in den er­sten paar Ta­gen von selbst »ver­puf­fen«?! Ent­schei­dend ist doch letzt­lich, wie­viel man von der ur­sprüng­lich hin­ein­ge­steck­ten En­er­gie nutz­brin­gend wie­der ent­neh­men kann, und da schla­gen die ene­loops je­des an­de­re Pa­tent! Hoch­ka­pa­zi­ti­ve Ak­kus her­kömm­li­cher Bau­art ha­ben nur noch da ih­re Be­rech­ti­gung, wo die ho­he En­er­gie­dich­te auch zeit­nah be­nö­tigt wird, in fern­ge­steu­er­ten Mo­dell-Spiel­zeu­gen bei­spiels­wei­se, wo die frisch ge­la­de­nen Zel­len so­fort voll­stän­dig »aus­ge­lutscht« wer­den und je­de Mi­nu­te zu­sätz­li­cher Fahr‑, Schwimm- oder Flug­zeit ei­nen ech­ten Ge­winn be­deu­tet...

eneloop-Akkus in Micro-Größe (AA)
 
ene­loop-Ak­kus (Grö­ße AA) in mei­nem Ta­schen­spie­ler

Bei all’ die­sen Vor­zü­gen er­scheint der End­ver­brau­cher-Preis von ca. 14 EUR für vier AA-Zel­len als duch­aus ge­recht­fer­tigt. Ein noch deut­lich gün­sti­ge­res Ach­ter-Pack ist bei amazon.de schon für knap­pe 23 EUR (por­to­frei!) zu krie­gen. Na­tür­lich gibt es auch Kom­bi-Sets aus Ak­kus und La­de­ge­rät zu kau­fen, doch kön­nen vor­han­de­ne La­de­ge­rä­te (zu­mal hoch­wer­ti­ge sol­che mit gu­ter elek­tro­ni­scher Re­ge­lung und Ein­zel­schacht-Über­wa­chung) oh­ne Ein­schrän­kung wei­ter­hin ver­wen­det wer­den: Toll!

San­yo hat al­les Wis­sens­wer­te über die re­vo­lu­tio­nä­ren »En­er­gie­bol­zen« auf der an­ge­nehm sach­li­chen Web­site www.eneloop.de zu­sam­men­ge­stellt. Na­tür­lich kann ich selbst noch nicht über ei­ge­ne Lang­zeit-Er­fah­run­gen be­rich­ten, aber wer im Netz ein biß­chen sucht und nach An­wen­der-Be­rich­ten forscht, fin­det die op­ti­mi­stisch er­schei­nen­den Her­stel­ler­an­ga­ben aus vie­len Mün­dern sämt­lich be­stä­tigt: Hier ha­ben wir end­lich die um­welt­freund­li­che (und lang­fri­stig auch öko­no­misch gün­sti­ge­re) Al­ter­na­ti­ve zu den öko­lo­gisch frag­wür­di­gen Ein­weg-Bat­te­rien!

Funk­tio­na­li­tät 5 Sterne
Be­dien­bar­keit 5 Sterne
De­sign 5 Sterne
Preis / Lei­stung 4 Sterne
Ge­samt­ur­teil 5 Sterne

Jetzt bin ich mal ge­spannt, wie sich mei­ne ei­ge­nen ene­loops im Pra­xis­ein­satz ver­hal­ten: Tat­säch­lich ka­men sie schon wie an­ge­prie­sen vor­ge­la­den und in so gut wie vol­lem Zu­stand an, was ja schon als er­ster Be­weis für die pro­pa­gier­te, äu­ßerst ge­rin­ge Selbst­ent­la­dung zu wer­ten ist. Ich bin zu­ver­sicht­lich, daß mei­ne in Sa­chen Strom­ver­brauch oh­ne­hin recht spar­sa­me Ka­me­ra nun­mehr zum kon­kur­renz­lo­sen Dau­er­läu­fer auf­ge­stie­gen ist. Doch nicht nur dem Knips­ka­sten ist hier­mit ge­hol­fen: Dem ge­ra­de­zu elek­tri­sier­ten zone­batt­ler hilft die freu­di­ge Er­re­gung über die Win­ter­de­pres­si­on hin­weg! ;-)

Sonntag, 18. November 2007

Stra­ßen­fe­ger

herrenloser Schrubber
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